Freitag, 5. Mai 2017

Vegane Tiramisu Cupcakes [Rezept]

Nach den eher winterlich angehauchten Spekulatius-Cupcakes folgt nun ein echter Allrounder - Vanille, Schokolade und Espresso, da bleiben doch keine Wünsche offen.



Die Idee kam mir durch ein Video auf Facebook von Sprinkle Bakes, das ich unbedingt als vegane Version umsetzen wollte. Das Grundrezept für die Cupcakes stammt von Cake Invasion, das ich allerdings ein wenig modifiziert habe, damit es eher meinen Vorstellungen entspricht, da bei mir nur 10 Cupcakes statt einem ganzen Blech herauskamen und ich sie gerne ein wenig "knatschiger", also feuchter, gehabt hätte. Trockenes Gebäck ist ein Unding bei mir. ;)

Grundrezept Teig:
  • 220 g Mehl + 1 TL Natron + 1 TL Backpulver
  • 125 g Zucker
  • Vanille- und Rumaroma (optional, aber absolut empfehlenswert)
  • 100 ML Öl (Walnussöl soll zwar nicht über 160° C erhitzt werden, funktioniert bei mir aber wunderbar)
  • 150 ML Pflanzenmilch (tut euch den Gefallen und holt bei der Mandelmilch die mit ungeschälten Mandeln, das kann man nur lieben), Raumtemperatur
  • 25 g pflanzenbasierte Margarine, Raumtemperatur

Der Teig ist denkbar einfach herzustellen: Zuerst die trockenen Zutaten mischen, dann nach und nach die Milch und danach das Öl hinzufügen. Lässt sich auch wunderbar von Hand rühren, wenn man noch ein kleines Workout einbringen will, denn die Zutaten verbinden sich in dieser Reihenfolge ohne Schwierigkeiten.



Gebacken werden sie bei 180° C Umluft für etwa 25 Minuten. Dabei sollte man darauf achten Förmchen zu verwenden, die sich leicht ablösen lassen. Sobald die Cupcakes nämlich abgekühlt sind, sollten diese von den Förmchen befreit werden, damit sie in eine Espressomischung getunkt werden können.

Die Espressomischung habe ich mit 3 Instant Espressosticks, etwas warmen Wasser, 3 TL Backkakao und einem guten Schuss Rumaroma hergestellt. Darin tunkt ihr dann den Boden der Cupcakes und lasst diese auf einem Rost abtropfen. Danach könnt ihr sie wieder in Förmchen stellen oder ohne in einem Behälter lagern.
Beim Topping habe ich sowohl Schlag*sahne als auch eine Butter*creme ausprobiert und habe beide Optionen für gut befunden. Vegane Alternativen für Schlagsahne lassen sich nicht überall leicht organisieren, daher ist die Buttercremevariante die einfachste, was den Einkauf der Zutaten betrifft.

Variante 1: Schlag*sahne
Solltet ihr eine vegane Alternative zu Hand haben, könnt ihr diese einfach nach Anleitung aufschlagen und währenddessen einen Schuss Vanille- und Rumaroma hinzufügen. 

Variante 2: Butter*creme
Vegane Butter*cremes sind meine liebste Variante, da sie denkbar einfach herzustellen sind und auch einen längeren Transport gut überstehen - und sie punkten natürlich eher mit einer stichfesten Konsistenz als Schlagsahne jeder Art.
  • 1 Pck Vanillepudding (Inhaltsstoffe prüfen) oder 6 TL Stärke mit 2 TL Zucker und Vanilleschoten oder -aroma mischen
  • 300 ML Pflanzenmilch
  • 80 g pflanzenbasierte Margarine, Raumtemperatur
  • Puderzucker nach Geschmack
Den Pudding nach Rezept kochen, die Flüssigkeit würde ich allerdings auf 300 statt 500 ML reduzieren, wie oben angegeben. Diesen abkühlen lassen bzw. die Margarine und den fertigen Pudding auf die gleiche Temperatur bringen. Sind Pudding oder Margarine nämlich zu kalt, werden sie sich niemals komplett verbinden und hinterlassen Klumpen. Das mag zwar nicht weiter schlimm sein, aber ansehnlich ist es leider nicht. 
Die Mischung mit ein wenig Puderzucker (oder ganz ohne) verrühren und nochmals für eine halbe Stunde im Kühlschrank härten lassen, damit diese sich mit einer Spritztülle besser formen lässt.



Schokostreusel
Für die Dekoration lassen sich Streusel natürlich kaufen (Inhaltsstoffe auf der Packung checken) oder richtig schick selbst machen. Dafür habe ich 85% Bitterschokolade, 1 Espressostick, ein Messerspitze Margarine und einen ordentlichen Schuss von Vanille- und Rumaroma verwendet. 
Das alles wird in einem Wasserbad zum Schmelzen gebracht, die Masse daraufhin auf Backpapier (erspart euch den Ärger mit Alufolie) verteilt und dünn glatt gestrichen. Am einfachsten ist es, wenn ihr die Masse auf der einen Backpapierhälfte verteilt und die andere darüber faltet und es so flachpresst. Im Kühlfach erhärten lassen und anschließend daraus mit Keksausstechern Formen ausstechen oder die Masse einfach zerkrümeln und über die Cupcakes verteilen.

Die Cupcakes lassen sich im Kühlschrank für anderthalb Tage lagern. Allzu lange würde ich sie aber nicht stehen lassen, da sie sonst zu sehr zum Matschen neigen durch den vollgesogenen Boden.

Guten Appetit und viel Spaß mit dem Rezept!

Kommentare:

  1. Das sieht unglaublich lecker aus, drum gebe ich das Rezept an meine Tochter weiter.
    Sie ist unser Backwaren- und Nachtischspezialist und freut sich sehr über neue ansprechende Rezepte. :-)
    Vielen Dank.
    Herzliche Grüße von Heike

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