Sonntag, 6. November 2016

Vegane Spekulatius-Cupcakes [Rezept]

Es gibt zwei Arten von Leuten: Die, die sich über frühzeitig in Supermarktregalen platzierte Adventsartikel aufregen, und diejenigen, denen das übelst abgeht. Wer hätte es gedacht, ich gehöre zur letzteren Gruppe. Zimt, Nelken, Schokolade – just fuck me up all year long, dude. Daher ist es auch wenig überraschend, dass ich in den letzten Wochen Augen und Ohren nach neuen Rezepten offen gehalten habe, denn letztlich sind die Feiertage für mich auch nur eine schlechte Entschuldigung um extra viel zu backen. Als ich dann die veganen Spekulatius von veganz entdeckt habe, kam mir die Idee: vegane Spekulatius-Cupcakes, das wäre doch eine feine Sache. Das beste aus allen Welten.

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Vegane Spekulatius-Cupcakes



Kurzerhand habe ich mir also besagte Spekulatius geschnappt und mit dem Experiment angefangen. Das Problem war nämlich, dass sämtliche meiner bewährten Rezepte Eier und Butter enthalten, und ich mir dieses Rezept weitestgehend selbst zusammenbasteln musste. Zeichen und Wunder geschehen, das Ganze lief fast ohne Problemchen ab.

Wer kein Fan von Veganismus ist oder keine Lust hat, die verwendeten Produkte zu suchen, kann auch einfach normale Milch, Butter und stinknormale Spekulatius nehmen. Easy peasy.

Zutaten für den Teig:
350 ml Pflanzenmilch
50 ml Wasser
Chai-Teebeutel
300 g Mehl
80 g Zucker (nach Geschmack gerne mehr)
130 g Margarine oder ein ähnlicher pflanzlicher Butterersatz
100 g Veganer Spekulatius
Gewürze (Zimt, Nelken, Anis, Salz)
50 g Backkakao
1 Messerspitze Backpulver
1 Messerspitze Natron
20 g Stärke

Zutaten für das Frosting:
400 ml Pflanzenmilch (ich habe Haselnussmilch genommen, die gibt’s z.B. bei dm)
1 Pck. Puddingpulver (Vanille)
Zucker
50 g Veganer Spekulatius
Gewürze (Zimt, Nelken, Salz)
200 - 250 g Margarine
Puderzucker

Schritt für Schritt:
  1. 150 g des Spekulatius in einer Tüte mit einem Nudelholz zerkleinern (oder im Mixer für die Faulen ;)) und möglichst fein zerstoßen.
  2. 400 ml Pflanzenmilch mit 50 g zerstoßenem Spekulatius und Gewürzen nach Geschmack mischen. Den Vanillepudding nach Anleitung auf der Rückseite mit dem Pflanzenmilch-Gewürzgemisch und Zucker kochen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
  3. 50 ml Wasser erhitzen und den Chaitee damit aufgießen, ein bisschen Anis und Nelken dazugeben. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Beutel und Anis-Nelken-Mischung herausnehmen. Mit 350 ml Pflanzenmilch vermischen.
  4. Alle trockenen Zutaten für den Teig mischen: 300 g Mehl mit 100 g zerstoßenem Spekulatius, 80 g Zucker, Zimt, Nelkenpulver, einer Prise Salz sowie Backpulver, Natron, 20 g Stärke und 50 g Backkakao mischen. 
  5. 130 g Margarine langsam zu diesem Gemisch hinzurühren (Achtung, staubige Angelegenheit).
  6. Nach und nach die Pflanzenmilch-Tee-Mischung unterrühren. Nicht alles auf einmal, da sich sonst schnell lästige Klumpen bilden.
  7. Den Teig in Muffin-Formen füllen.
  8. Bei 180 Grad Umluft für 20-25 Minuten backen.
  9. Sobald der Pudding auf Raumtemperatur abgekühlt ist, kann dieser mit 200 - 250 g Margarine (ebenfalls auf Raumtemperatur; Menge nach Geschmack anpassen) und ggf. Puderzucker verrühren. Da kann man ruhig länger rühren, damit sich Pudding und Margarine gut verbinden. Sollte es klumpen, sind Pudding und Margarine nicht auf der gleichen Temperatur.
  10. Frosting in eine Spritztüte füllen und auf die abgekühlten Muffins verteilen.
  11. Die restlichen 50 g Spekulatius aus der Packung nebenbei vernaschen oder zur Deko nutzen. ;)
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Laut dem Erstverkoster AKA Lieblingsmensch AKA Freund könnten sie ein bisschen süßer sein, ich finde sie so allerdings angenehmer. Den Zuckergehalt kann man also nach eigenem Geschmack anpassen, genauso wie die Menge der Gewürze. Wer's gerne mächtig mag, kann sein halbes Gewürzregal reinschütten. Das schöne an veganem Teig ist unter anderem (neben den offensichtlichen Vorteilen) ja, dass man ganz risikofrei vom Teig naschen kann. Ich sage ja: Das Beste aus allen Welten.

Also dann: Viel Spaß beim Nachbacken und noch ein angenehmes Rest-Wochenende.


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